stapelweise ungeöffnete Briefe 

Jede Woche flattern Briefe in meinen Kasten. Ich nehme sie aus dem Briefkasten und lege sie ungeöffnet in eigens dafür eingerichtete Verstecke. Es sind so viele, dass ich es aufgegeben habe sie zu sortieren. Es sind Briefe von ganz unterschiedlichen Inkassofirmen. 

In diesem Momenten , wird mir immer bewusst, dass ich mein Leben überhaupt nicht unter Kontrolle habe, ich bin unfähig, mich meiner Vergangenheit zu stellen. Ich übernehme keine Verantwortung für diese Briefe, sobald der Brief im Versteck liegt, existiert er nicht mehr für mich.

Ich habe Schulden, es sind meist Kleinigkeiten und niedrige Beiträge, die sich nach Jahren der Nichtbeachtung  zu einem riesenhaufen an Zinsen sumiert haben.

Was soll ich sagen da ist ein großes Schamgefühl,  ich schäme mich.

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Autor: schwarzundbunt

Da wo ich herkomme, gibt es eine Welt, die unglaublich und verrückt ist, sodass niemand, der jemals selbst in Ihr war, Sie wirklich verstehen kann

12 Kommentare zu „stapelweise ungeöffnete Briefe “

    1. … sorry bin am Sende-Button zu früh angekommen.

      Ich meinte, dass Hilfe annehmen ein großer Lernprozess ist. Stell dich deiner Realität und lass dir helfen. Du hattest leider einen zu schweren Start ins erwachsene Leben. Aber es gibt die Möglichkeit der Hilfe. Sozialarbeiter z.B. haben mir schon sehr geholfen, als mir alle finanziellen Sorgen über den Kopf wuchsen.
      Ich wünsche dir von Herzen alles Gute. Wage es! Ich drück dir die Daumen.
      Liebe Grüße
      „Benita“

      Gefällt 1 Person

      1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Firmen, oder wer auch immer die Gläubiger sind, durchaus entgegenkommend reagieren, wenn jemand um Hilfe zur Zahlung bittet. … Und Sozialaebeiter wissen, wie es am Besten angegangen werden kann. Wünsche dir, dass sich die Lähmung löst.

        Gefällt 3 Personen

  1. Ja, schäme dich nicht, für gar nichts! Du bist eine Kämpferin und du kannst stolz sein auf alles, was du in diesem Leben schon bewerkstelligt hast!
    Du hast eine Tochter, du gehst gut mit ihr um, und du hast dich schon durch so viele Krisen gekämpft…!

    Man kann aber nicht jeden Kampf alleine ausfechten. Manchmal braucht man Hilfe im Leben – jeder von uns, jede von uns. Nimm sie an, such sie dir, die Hilfe, und schäme dich niemals für irgendeine deiner „Schwächen“.
    Jeder von uns, jede von uns ist mal stark und mal „schwach“. Jeder braucht seine Mitmenschen.

    Keiner ist eine Insel. Heute hilft dir jemand mit den Finanzen, morgen hilfst du dafür jemandem anderem mit etwas anderem. Übermorgen gehst du vielleicht zu einer Traumatherapeutin, und später hilfst du dann jemandem, der traumatisiert ist.

    Alles, alles Liebe,
    Hannah

    Gefällt 4 Personen

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